Navigation anzeigenNavigation verbergenNavigationsschalter
Kartoffeln
Kartoffeln

Das leckere Gold der Inka

Zwar ist die Kartoffel ganz typisch für die deutsche Küche, die Wurzeln dieser Knolle liegen jedoch ganz woanders. Wir haben uns auf eine kleine Zeit- und Entdeckungsreise begeben.

Kleine Knollen mit großer Geschichte

Die Kartoffel wurde bereits 10.000 v. Chr. in den Anden auf dem heutigen Gebiet Boliviens und Perus angebaut. Denn anders als der Mais, den die Inka hauptsächlich anbauten, gedieh diese Ackerfrucht auch noch in Höhen von 3.000 bis 4.000 Metern über dem Meeresspiegel. Allerdings darf man sich die »papas« (Knollen) nicht wie unsere heutigen Kartoffeln vorstellen: Sie waren lediglich so groß wie Haselnüsse und hatten einen sehr hohen Solanin-Gehalt, was ihnen einen kratzigen Geschmack verlieh.

Dennoch genoss die Kartoffel bei diesem Volk ein hohes Ansehen. So verehrten sie die Kartoffelgöttin Axomama und zahlreiche religiöse Feierlichkeiten fanden um die Saat- und Erntezeitpunkte der Knollen statt. Die Kochzeit einer Kartoffel diente sogar als Maßeinheit für die Zeit.

Mehrere Hundert Kartoffelsorten hatten die Inka gezüchtet und es war ihnen sogar gelungen, die Knollen über eine Art Gefriertrocknung für Jahre haltbar zu machen: Dabei entzogen sie den frostunempfindlichen Knollen über mehrere Wochen hinweg mithilfe der Sonne und von Nachtfrösten die komplette Feuchtigkeit. Ein Verfahren, das übrigens noch heute so in den Anden praktiziert wird und die sogenannten »chunos« hervorbringt.

Mehr aus unserer Kartoffelkiste
Zum Seitenanfang
Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Mit Ihrem Besuch auf www.pahmeyer.com stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.